Hello und Ack Ack Ack!
Alex hat zwar versucht, mit seinem Rezept für tunesische Ojja von unserer Planung abzuweichen, aber ich bleibe stur bei meinem Programm: die angekündigte Erweiterung zum Roadtrip durch den Südwesten der USA auf der Suche nach Aliens! Der Tunesien-Roadtrip kommt, sobald er dran ist. Und nein, ich bin nicht dickköpfig. Nie!
Der Roadtrip, den ich das letzte Mal beschrieben hatte, führte von Los Angeles über Las Vegas bis nach San Francisco und war auf zwei Wochen ausgelegt. Heute stelle ich dir nun eine Ergänzung dazu vor, welche von Phoenix nach Las Vegas führt. Auch diese Ergänzung steht leider noch auf meiner Bucket List, aber ich habe wieder jede Menge Recherche gemacht und daraus diesen Roadtrip zusammengestellt. Du kannst die Route als eigenständige Reise in einer Woche machen oder mit dem anderen Roadtrip zu einer insgesamt dreiwöchigen Reise kombinieren. Allerdings schlage ich für diese kombinierte Version eine kleine Änderung der Route vor, nämlich indem du in Phoenix beginnst, dann über Las Vegas nach San Francisco und erst am Ende nach Los Angeles fährst. So kannst du noch den Pacific Highway 1 entlang fahren und die Reise mit der wunderschönen kalifornischen Küste abschließen.
Die Strecke von Phoenix bis Las Vegas wird grundsätzlich dieselbe sein, egal ob es eine einwöchige Reise werden soll oder ob du noch die zwei weiteren Wochen dranhängen möchtest. Dabei steht eindeutig die Natur im Vordergrund, da es ausser am Start- und Zielpunkt schlichtweg weit und breit keine Städte gibt. Zwar wirst du, wenn man es genau nimmt, die ganze Woche über nur Wüste und Steine sehen. Allerdings sollen die verschiedenen Nationalparks und die Navajo Nation Reservation allesamt landschaftlich geradezu monumental und dabei auch überraschend abwechslungsreich sein.
Hier nun die grundlegenden Infos zur einwöchigen Reise:
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Dauer: 6 Tage plus An- und Abreise, also 7 Nächte ausgelegt
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Start: Phoenix
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Ende: Las Vegas
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Distanz insgesamt: 1.318 km = 819 mi, hinzu kommen die Besichtigungsfahrten in den Nationalparks und der Navajo Nation Reservation
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Themen: Wüste, Natur, Aliens
Die Strecke bei Google Maps ansehen.
Wichtig bei diesem Roadtrip ist, dass du die Reise vorab gut planen musst, da es nur wenige Unterkünfte gibt. Bei den Unterkünften hast du in der Regel die Wahl, ob du direkt am Eingang des jeweiligen Nationalparks übernachten möchtest oder in der nächstgelegenen Ortschaft. Ersteres ist deutlich teurer, dafür musst du bei letzterem oft noch eine Stunde Fahrt zum Park einrechnen. In jedem Fall gibt es nicht sehr viele Unterkünfte, sodass du im Voraus reservieren musst, es sei denn, du planst zu campen. Dies scheint recht problemlos auch direkt am Eingang der Nationalparks kostengünstig möglich zu sein.
Manche Besichtigungen sind zudem nur mit einer geführten Tour möglich, die man teilweise schon lange im Voraus buchen muss.
Übrigens muss auch die Übernachtung in Las Vegas frühzeitig geplant werden. Da die Reise dort endet, lässt sich eine Übernachtung in Las Vegas am Wochenende nicht vermeiden. Nur leider gelten da horrende Preise, insbesondere, wenn an diesem Wochenende ein besonderes Ereignis dort stattfindet. Also früh buchen!
Samstag: Anreise nach Phoenix
Wenn möglich, würde ich empfehlen, am Samstag möglichst früh anzureisen, damit du noch ein wenig Phoenix erkunden kannst. Da du noch genug Natur sehen wirst, empfehle ich einen Spaziergang durch das Künstlerviertel Roosevelt Row, eventuell mit Besuch des Phoenix Art Museums, ausserdem Shopping und Essen in Old Town Scottsdale.
Mit Phoenix knüpfen wir übrigens auch direkt an unser Alien-Thema an, da hier in der Gegend sehr häufig UFOs gesichtet werden. Am bekanntesten sind die sogenannten Phoenix Lights: Am 3. März 1997 wurden von tausenden von Menschen zunächst ein pfeilförmiges fliegendes Objekt mit Lichtern sowie danach noch weitere Lichter beobachtet. Keine Frage, dass auch die von Simon Pegg und Nick Frost gespielten Charaktere im Film “Paul” nach Phoenix fahren wollten, wo sie allerdings im Endeffekt nie ankamen.
Sonntag: Start der Reise mit der Fahrt von Phoenix nach Sedona (192 km = 120 mi)
Am Sonntag kannst du dann zunächst den (klimatisierten!) Mietwagen abholen und sodann nach Sedona fahren. Sedona ist international zwar nicht sehr bekannt, regional dafür aber umso mehr. Landschaftlich soll die Region sehr schön sein und zu kleineren oder größeren Wanderungen einladen.
Auch hier wurden schon häufig UFO-Sichtungen gemeldet, man kann sogar nachts an einer geführten UFO-Tour teilnehmen und mit militärischen Nachtsichtgeräten den Nachthimmel beobachten! Im Film “Paul” haben sie zwar keinen Stopp in Sedona geplant, dafür aber in Camp Verde, welches auf der Strecke von Phoenix nach Sedona liegt.
Montag: Fahrt von Sedona zum South Rim des Grand Canyon (195 km = 121 mi, Fahrten im Park nicht eingerechnet)
Dann kommt auch schon das erste große Highlight der Reise: der Grand Canyon! Vorher kannst du allerdings noch einen Stopp in Flagstaff machen, da dies für eine Weile die letzte nennenswerte Ortschaft sein wird.
Der South Rim gilt allgemein als die beste Seite, um den Grand Canyon zu sehen, entsprechend ist er auch am leichtesten zugänglich. Eine hilfreiche Beschreibung der besten Aussichtspunkte für Fotos bei Sonnenuntergang und, am nächsten Tag, Sonnenaufgang findest du im (englischsprachigen) Blog Finding the Universe.
Dienstag: Fahrt vom South Rim des Grand Canyon zum Monument Valley (260 km = 161 mi, Fahrten in den Parks nicht eingerechnet)
Morgens solltest du früh aufstehen, um den Sonnenaufgang am Grand Canyon zu erleben. Zudem ist es früh morgens dann noch kühl genug für eine Besichtigungstour. Eine gute Übersicht der wichtigsten Aussichtspunkte findest du im (englischsprachigen) Blog Intrepid Scout. Sobald es wärmer wird, kannst du dich in das klimatisierte Auto setzen und zum Monument Valley fahren.
Mittwoch: Fahrt vom Monument Valley nach Page (197 km = 123 mi, Fahrten im Park nicht eingerechnet)
Das Monument Valley, auf Navajo Tsé Biiʼ Ndzisgaii, liegt nicht in einem Nationalpark, sondern in der Navajo-Nation-Reservation. Bekannt aus zahlreichen Filmen angefangen von Rio Grande mit John Wayne über Forrest Gump und wahre Klassiker wie Die schrillen Vier auf Achse der Familie Griswold bis hin zur Serie Westworld hat wohl jeder schon einmal Bilder der berühmten Felsformationen gesehen.
Auch hier solltest du insbesondere wegen der HItze sehr früh aufstehen, um das Monument Valley zu besichtigen. Du kannst mit deinem Mietwagen die bekannte 17-Mile-Schleife fahren und benötigst auch nicht unbedingt Allradantrieb dafür. Schaden würde dieser allerdings auch nicht, da die Fahrt holprig sein kann. Wenn es viel geregnet hat, kann dies allerdings zu Sperrungen führen. Um alle Aussichtspunkte entlang der Route zu nutzen benötigst du etwa zwei Stunden. Du kannst auch eine geführte Tour buchen, bei welcher du sicherlich noch mehr Hintergrundinformationen erhalten wirst. Viele hilfreiche Informationen findest du zum Beispiel auch in dem (englischsprachigen) Blog The Wandering Queen.
Fun fact: Das Monument Valley liegt zum Teil in Arizona, zum Teil in Utah. Eine meiner Lieblingsszenen aus “Paul” war, als Paul die anderen dazu animiert, eine Zeitreise zu machen: An der Staatsgrenze von einer Seite auf die andere hüpfen und damit von einer Zeitzone in die andere!
Pünktlich zum Beginn der Mittagshitze fährst du dann wieder weiter im klimatisierten Auto in Richtung Page. Page ist so ziemlich die einzige Ortschaft in der Nähe (falls man das so nennen kann) verschiedener Nationalparks und Sehenswürdigkeiten, sodass hier viele einen Stopp zum Übernachten einlegen.
In dieser Gegend gibt es auch mehrere sogenannter Slot Canyons – diese würden mich von der ganzen Reise tatsächlich am meisten reizen! Der bekannteste und angeblich beeindruckendste davon ist Antelope Canyon, welcher auf deiner Strecke kurz vor Page liegt. Diesen kann man allerdings nur mit einer geführten Tour begehen, welche man wenn möglich im Voraus buchen sollte. Beachte jedoch, dass Antelope Canyon recht teuer ist und dass täglich riesige Besuchergruppen durchgeschleust werden. Du kannst alternativ auch einen der anderen Slot Canyons besichtigen, eine kleine Übersicht findest du beispielsweise auf der Website The American Southwest.
Donnerstag: Fahrt von Page zum Zion National Park (205 km = 127 mi, Fahrten im Park nicht eingerechnet)
Beginne deine Fahrt am nächsten Morgen mit einem Abstecher zum Horseshoe-Bend. Dabei handelt es sich um eine Schleife in Hufeisenform des Colorado River, die einen Abstecher wert ist und sicherlich ein schönes Fotomotiv hergibt. Solltest du statt des Antelope Canyons lieber den angeblich ebenfalls sehr schönen Waterholes Canyon ansehen wolle, so kannst du dies miteinander verbinden, da beides in der gleichen Richtung liegt.
Danach geht es weiter zum Zion National Park. Den Sonnenuntergang selbst kann man hier nicht sehen, jedoch lohnt sich durchaus das Farbspiel im Park während dieser Zeit, zum Beispiel direkt vom Museumshof mit Blick auf Bridge Mountain und East Temple. Vor allem kannst du auch nach Sonnenuntergang noch bleiben und den wunderbaren Nachthimmel genießen. Hierfür kannst du auch den befestigten Pa’rus Trail entlang laufen, wobei jedoch jeder Reisende mit einer guten (!) Stirn- oder Taschenlampe ausgerüstet sein sollte. Der Weg soll übrigens auch tagsüber wunderschön und entspannend sein und führt am Virgin River entlang.
Freitag: Fahrt vom Zion National Park nach Las Vegas (268 km = 167 mi, Fahrten im Park nicht eingerechnet)
Auch im Zion National Park bietet sich wieder eine Besichtigungstour am frühen Morgen beziehungsweise Vormittag an, dieses Mal allerdings zu Fuss! Gerade auch, weil der Park etwas grüner ist als die anderen, lädt er zu einer Wanderung ein. Beachte allerdings, dass manche der Wanderstrecken entsprechend überlaufen sind. Gerade die beiden bekanntesten Wege Angel’s Landing und Emerald Pool Trail sollen viel zu voll sein und gerade vom Emerald Pool Trail habe ich mehrere enttäuschte Berichte gelesen. Schön und anfängertauglich klingt hingegen der Canyon Overlook Trail, für welchen man etwa eine Stunde benötigt. Hilfreiche Erklärungen der verschiedenen Wege finden sich beispielsweise in den (englischsprachigen) Blogs Earth Trekkers und Citrus Milo.
Danach kommt dann auch schon die letzte Fahrt, nämlich nach Las Vegas. Hier kannst du den Mietwagen abgeben und sodann noch Las Vegas erkunden. Mehr Informationen hierzu findest du in unserem Artikel zum Alien-Roadtrip für zwei Wochen.
Samstag: Heimreise von Las Vegas aus
Wenn du nun drei Wochen durch den Südwesten der USA reisen und dabei Städte, Meer, Wüste und Nationalparks kennen lernen möchtest, dann schlage ich dir den folgenden Roadtrip vor:
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Dauer: 20 Tage plus An- und Abreise, also 21 Nächte ausgelegt
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Start: Phoenix
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Ende: Los Angeles
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Distanz insgesamt: 1.318 km = 819 mi, hinzu kommen die Besichtigungsfahrten in den Nationalparks und der Navajo Nation Reservation sowie der Alien-Ausflug von Las Vegas aus
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Themen: Städte, Wüste, Natur, Aliens, Meer
Die Strecke von Phoenix nach Las Vegas bei Google Maps ansehen.
Die Strecke von Las Vegas nach Los Angeles bei Google Maps ansehen.
Da ich die einzelnen Stopps bereits entweder oben oder im Artikel über den zweiwöchigen Alien-Roadtrip dargestellt habe, werde ich hier nun nur die Planung auflisten und auf eventuelle Abweichungen hinweisen.
Samstag: Anreise nach Phoenix
In dieser Variante des Roadtrips hast du etwas mehr Zeit in Phoenix und kannst am Samstag erst einmal in Ruhe ankommen.
Sonntag: Phoenix
Am Sonntag kannst du dir dann Phoenix ansehen. Die Stadt ist zwar nicht unbedingt als touristisches Highlight berühmt, aber da du eine Woche in der Natur vor dir hast, tut es denke ich ganz gut, noch ein wenig das Stadtleben zu genießen. Außerdem kannst du dich so etwas entspannter akklimatisieren.
Montag: Start der Reise mit der Fahrt von Phoenix nach Sedona (192 km = 120 mi)
Dienstag: Fahrt von Sedona zum South Rim des Grand Canyon (195 km = 121 mi, Fahrten im Park nicht eingerechnet)
Mittwoch: Fahrt vom South Rim des Grand Canyon zum Monument Valley (260 km = 161 mi, Fahrten in den Parks nicht eingerechnet)
Donnerstag: Fahrt vom Monument Valley nach Page (197 km = 123 mi, Fahrten im Park nicht eingerechnet)
Freitag: Page
Hier kannst du einen Zwischenstopp einlegen und eine weitere Nacht in Page verbringen. So kannst du ganz in Ruhe Horseshoe Bend und einen der Slot Canyons erkunden und am Lake Powell spazieren gehen.
Samstag: Fahrt von Page zum Zion National Park (205 km = 127 mi, Fahrten im Park nicht eingerechnet)
Sonntag: Fahrt vom Zion National Park nach Las Vegas (268 km = 167 mi, Fahrten im Park nicht eingerechnet)
Montag: Alien-Trip (478 km = 296 mi, Rückweg inklusive, Google maps)
Dienstag: Fahrt von Las Vegas nach Stovepipe Wells im Death Valley (243 km = 151 mi, Fahrten im Park nicht eingerechnet)
Mittwoch: Fahrt von Stovepipe Wells nach Wofford Heights (264 km = 164 mi, Fahrt zu den Mesquite Flat Sand Dunes nicht eingerechnet)
Donnerstag: Fahrt von Wofford Heights nach Sequoia & Kings Canyon National Park (167 km = 104 mi, Fahrten in den Parks nicht eingerechnet)
Freitag: Sequoia & Kings Canyon National Park
Samstag: Fahrt von Sequoia & Kings Canyon National Park nach Fresno (126 km = 78 mi)
Sonntag: Fahrt von Fresno nach San Francisco (300 km = 187 mi)
Hier ändert sich die Route ein wenig. Du fährst nun besser von Fresno aus nach San Francisco. Monterey, Carmel-by-the-Sea und das Point Lobos State Reserve verschieben wir um ein paar Tage.
Montag: San Francisco
Dienstag: Fahrt von San Francisco nach Carmel-by-the-Sea (196 km = 122 mi)
Hier kannst du nun also Monterey ansehen und danach in Carmel-by-the-Sea übernachten.
Mittwoch: Fahrt von Carmel-by-the-Sea nach Morro Bay (193 km = 120 mi)
Diese Strecke ist neu hinzugekommen. Du fährst entlang des sogenannten Pacific Highway 1 bis nach Los Angeles und kannst so die wunderbare kalifornische Küstenlandschaft erleben. Hier kannst du den Stopp im bereits genannten Point Lobos State Reserve einlegen.
Morro Bay ist besonders für seinen ikonischen Morro Rock berühmt, einen Felsen im Meer, der tatsächlich etwas wie von einer anderen Welt wirkt.
Donnerstag: Fahrt von Morro Bay nach Los Angeles (327 km = 203 mi)
Auf dieser letzten Etappe kannst du noch Pausen am Strand von Pismo Beach sowie im malerischen Ort Santa Barbara einlegen.
Danach geht es nach Los Angeles, wo du den Mietwagen zurückgeben kannst. Abends kannst du, wie bereits im anderen Artikel beschrieben, vom Griffith Observatory die Sicht auf Los Angeles sowie in die Sterne genießen.
Freitag: Los Angeles
Samstag: Heimreise von Los Angeles aus
Auch hier gilt wieder: Live long, and prosper.
Also, wie sieht es aus: eine Woche, zwei Wochen oder drei Wochen Roadtrip?
Hast du Fotos von den hier beschriebenen Orten und möchtest sie mit uns teilen? Schick sie uns und wir veröffentlichen sie gerne (je nach Vorliebe mit oder ohne Namensnennung)!
Das Foto oben haben wir von pixabay mit den dazugehörigen Verwendungsrechten genommen. Dies tun wir nur für solche Roadtrips, die noch immer auf unserer To-Do-Liste stehen (eine Tatsache, die wir auch im Text ausdrücklich schreiben). Dabei achten wir darauf, Fotos zu wählen, die wir selbst ebenso hätten machen können (= Qualität) und gemacht hätten (= Motiv).