Hallo und Ack Ack Ack!
Wie geht’s?
Also. Am Ende hat mich Johanna doch noch überzeugt und hier bin ich wieder mit einem Rezept für unsere beiden (1 und 2) Roadtrips durch den Südwesten der USA auf der Suche nach Aliens!
Beim Gedanken an Roadtrips im Südwesten der USA fiel einem als erstes Kalifornien ein: Strände, Surfer und, natürlich, die Beach Boys. Da dachte ich mir, warum nicht ein gesundes kalifornisches Rezept machen?
Ich habe einige Nachforschungen angestellt, und in der Tat gibt es ein paar sehr gesunde Rezepte, aber nichts, was mich inspirieren würde und was ein repräsentatives Rezept für unsere Roadtrips wäre. Also habe ich die Idee verworfen.
Dann sagte ich mir, warum nicht ein traditionelles Rezept zubereiten von einem der indigenen Völker in den Bundesstaaten, durch welche der Roadtrip führt? Nach langem Suchen habe ich leider nichts gefunden, was so richtig zu unserem Roadtrip gepasst hätte und was man gut hätte zuhause zubereiten können. Dafür habe ich allerdings viel über die verschiedenen Stämmen in der Region gelernt, und es ist sehr gut möglich, dass ich ein anderes Mal ein solches traditionelles Rezept vorstellen werde.
Ich habe immer wieder darüber nachgedacht und mich gefragt: Was ist das erste, was Dir einfällt, wenn Du an amerikanisches Essen denkst? Nun, ich nehme mal an, Dir fällt genauso wie mir als erster der Hamburger ein. Tatsächlich gibt es in den USA viele verschiedene Hamburger-Rezepte und so ziemlich jeder Bundesstaat sein Spezialrezept hat, obwohl auch das nicht ganz eindeutig ist.
Unter den vielen Hamburger-Rezepten, die ich gefunden habe, scheint ein Klassiker der California Burger zu sein. Du findest diesen Burger in vielen Gegenden der USA. Im Westen meint man damit normalerweise einen Cheeseburger mit Avocado.
Ich bin kein großer Fan von Hamburgern, aber, wie so oft, gilt: Wenn sie hausgemacht sind, sind sie wirklich lecker.
So, das Rezept haben wir. Aber es fehlt noch der Geek-Aspekt. Wie schaffen wir es, den California Burger mit unseren beiden Roadtrips durch den Südwesten der USA auf der Suche nach Aliens zu verbinden? Nun, was gibt es spannenderes, als ein UFO zu sehen! Warum also nicht einen UFO-Burger machen?
Ich muss sagen, dass es nicht einfach war, einen UFO-Burger zuzubereiten, und das Ergebnis ist, ehrlich gesagt, nicht spektakulär. Unsere fliegende Untertasse hielt leider nur wenige Sekunden durch, bevor sie in Area 51 abstürzte… aber es hat trotzdem Spaß gemacht!
Wie jede gute fliegende Untertasse sollte sie einen Ring haben, der sich von ihrer Struktur abhebt, und schöne farbige Lichter. Um den Ring herzustellen, entschied ich mich für ein Avocadogelee, da Avocado eine der Zutaten des California Burger ist. Das Avocadogelee war vom visuellen Standpunkt aus interessant, aber ich muss sagen, dass es vom Geschmack her etwas zu wünschen übrig ließ.
Kommen wir also zum Rezept. Beam me up, Scotty!
Heute stelle ich dir ein Rezept vor, mit dem du einen sehr leckeren Burger mit einem guten selbstgemachten Brötchen (Hamburger-Bun) zubereiten kannst.
Rezept für die Brötchen (Hamburger-Buns):
Es ist ein tolles Rezept von Joshua Weissman. Dieses Rezept findest du in seinem (englischsprachigen) Video.
Zutaten für 6 Brötchen:
Für den ersten Teil des Teigs:
- Vollmilch: 60 g = 4 tbsp
- Wasser: 27 g = 2 tbsp
- Mehl: 20 g = 2 tbsp
Für den Rest des Teigs:
- Milch, 35 °C: 120 g = ½ cup
- Trockenhefe: 9 g = 1 tsp
- Mehl: 320 g = 2 cups
- Zucker: 35 g = 2 ½ tbsp
- feines Salz: 7 g = 1 tsp
- Eier: 2 ganze Eier und 1 Eigelb
- Butter, Raumtemperatur: 42 g = 3 tbsp
Vorbereitungszeit: 30 Minuten + 1,5 h erstes Mal gehen lassen + 15 Minuten Vorbereitung + 2 h zweites Mal gehen lassen
Backzeit: 16-18 Minuten bei 190 °C, vorgeheizter Ofen
Machen wir uns an die Arbeit!
Beginne mit dem ersten Teil des Teigs. Einen Topf auf niedrige bis mittlere Hitze stellen und Milch, Wasser und Mehl hinzufügen. Ohne Unterbrechung mischen, bis sich ein dicker Teig bildet, ähnlich wie eine dicke Bechamelsauce. Stelle diesen Teig beiseite.
In einer kleinen Schüssel oder einem großen Glas die 35 °C warme Milch und die Trockenhefe mischen. Lass die Mischung etwa 8 Minuten lang ruhen.
Gib das restliche Mehl in die Schüssel deiner Küchenmaschine und vermische es gut mit dem Zucker und dem Salz. Verwende den Knethaken für Brot und starte die Küchenmaschine auf langsamer Stufe. Füge die Milch hinzu, die du zuvor mit der Trockenhefe vermischt hattest. Knete dies einige Sekunden lang und füge dann den ersten Teig hinzu, den du vorbereitet und beiseite gestellt hattest. Knete nun etwa 20-30 Sekunden weiter und füge ein ganzes Ei und ein Eigelb hinzu. Erhöhe die Knetgeschwindigkeit auf halbe Geschwindigkeit. Wenn alle Zutaten gut vermischt sind, füge nach und nach die weiche Butter (Raumtemperatur) hinzu. 5 bis 8 Minuten kneten lassen, bis der Teig glatt und leicht elastisch ist.
Bereite eine Schüssel vor und bepinsel die Seiten mit Öl. Forme mit dem Teig eine Kugel und lege sie in die Schüssel. Decke nun die Schüssel mit einem feuchten Tuch ab und lass den Teig an einem warmen, vor Zugluft geschützten Ort 1 – 1,5 Stunden gehen.
Stich nach dieser Zeit in den Teig-Ballen, um die Luft herauszulassen. Den Teig in Stücke von 95 – 105 g schneiden. Bilde daraus jeweils eine Kugel (für die Technik sieh dir die beiden Fotos unten oder das Video ab Minute 4:40 an).
Lege jede Kugel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech. Decke die Kugeln mit einem zweiten, umgedrehten Blech ab und lass sie nochmals 1 – 2 Stunden gehen.
Erhitze den Ofen auf 190 °C. Schlage ein Ei auf und füge etwas Milch hinzu. Bepinsel damit die Kugeln und schon sind sie für den Ofen. Optional können Sie, wenn Sie möchten, Sesamkörner hinzufügen. Das Blech mit den Kufeln in den Ofen schieben und 16 – 18 Minuten backen.
Sobald sie aus dem Ofen kommen, kannst du sie mit geschmolzener Butter bestreichen, wenn sie noch zarter und glänzender sein sollen.
Hast du schon einmal selbstgemachte Burger-Buns gegessen? Oder hast du sogar selbst schon einmal dieses oder ähnliches Brot zuhause gebacken?
Und nun zu unserer fliegenden Untertasse (UFO):
Wie ich bereits angedeutet habe, empfehle ich für den Geschmack eher, für deine Burger nicht die Avocadoscheibe zu machen, sondern einfach einige Avocadostücke in den Burger zu legen.
Zutaten für 2-3 Scheiben:
- reife Avocados: 2
- Limette: 1
- Gelatine: 9-10 Blatt
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Abkühlzeit: 3 h
Für die Herstellung unserer Scheiben für die fliegenden Untertassen benötigst du einen Kuchenring mit einem Durchmesser von ca. 14-16 cm (alles abhängig vom Durchmesser deines Hamburger-Brötchens).
Die Gelatineblätter in kaltem Wasser einweichen.
Schäle die Avocados und entferne den Stein. Gib sie in einen Mix-Becher, füge die geriebene Schale und den Saft der Limette hinzu. Püriere alles, bis du eine Creme bekommst.
Gib 4 oder 5 Löffel der Avocadocreme in einen kleinen Topf und erhitze diesen. Wenn es anfängt, warm zu werden, füge ein gut ausgewrungenes Gelatineblatt hinzu und rühre schnell um, bis es sich vollständig aufgelöst hat. Wiederhole diesen Vorgang mit den restlichen Gelatineblättern, aber immer eins nach dem anderen.
Wenn du mit der Gelatine fertig bist und den Herd ausgestellt hast, verrühre die gesamte Avocadocreme noch einmal.
Lege eine Platte mit Backpapier aus und lege den Metallring darauf. Fülle die Avocadocreme bis zu einer Dicke von 3-5 mm ein. Lass dies mindestens 3 Stunden lang im Kühlschrank abkühlen und fest werden.
Nach dieser Zeit müsste die Avocadocreme fest geworden sein und du kannst sie aus der Form nehmen. Verwende dafür ein scharfes Messer, mit welchem du am Rand entlang fährst. Bewahre die Scheiben bis zur ihrer Verwendung im Kühlschrank auf.
Glaubst du an UFOs? Verwendest du öfters Gelatine und welche Rezepte bereitest du damit zu?
Und nun zu unserem Burger:
Zutaten für einen Burger:
- Rinderhackfleisch: 100-125 g
Für einen normalen Burger musst du etwa 100 g Hackfleisch rechnen. Wir waren ein bisschen gieriger und wollten einen dickeren Burger, also haben wir 140 g genommen.
- rote Zwiebel: in Ringe geschnitten
- Kopfsalat
- Tomate: mit viel Fruchtfleisch und in Ringe geschnitten
- Emmentaler: in Scheiben geschnitten
Was den Käse anbelangt, so findet man in Rezepten im Internet verschiedene Käsesorten, die man verwenden kann. Oft wird Cheddar-Käse verwendet. Sofern ich das herausfinden konnte, scheint das Original mit sogenanntem „Schweizer Käse“ zu sein, womit Emmentaler gemeint zu sein scheint.
- Avocado: in Scheiben geschnitten (falls du dich nicht für die UFO-Version entschieden hast)
- Speck: eine etwas dicke Scheibe, die in 2 oder 3 Stücke pro Hamburger geschnitten wird
Dieses Mal haben wir allerdings darauf verzichtet.
- Grissinis: für die Füße unseres UFOs, auf eine Länge von etwa 4 cm geschnitten.
- Ketchup
- Mayonnaise
- Senf: ein leckerer Dijon-Senf ist immer gut
- Worcestershire-Sauce: fakultativ
Vorbereitungszeit: 15 – 20 Minuten
Kochzeit: 10 Minuten
Zubereitung und Aufbau des kalifornischen Alien-Burgers:
Gib das Hackfleisch in eine Schüssel. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ich füge gerne ein wenig Senf und Worcestershire-Sauce hinzu, um den Geschmack zu verstärken. Mische dies ein wenig, ohne das Fleisch zu sehr zu bearbeiten. Forme mit dem gewählten Fleischgewicht eine Kugel und forme sie mit ein wenig Druck zu einer runden Scheibe. Denk daran, dass wir das Fleisch beim Braten noch ein wenig platter drücken werden.
Stell eine Grillpfanne auf den Herd (oder zünde deinen Grill an) und füge etwas Öl hinein. Wenn es heiß genug ist, lege das Fleisch hinein. Beim Braten hat jeder seinen eigenen Geschmack; ich persönlich mag es gerne außen gebraten, aber innen roh, sodass ich es bei starker Hitze und nicht zu lange brate. Glätte und flache das Fleisch ein wenig ab, während du es brätst. Um jedes einzelne nach Ihrem Geschmack zu kochen, mag ich persönlich es gerne gebraten, aber innen roh, so dass ich bei starker Hitze und nicht zu lange koche. Sie glätten die Burger ein wenig, während Sie sie kochen. Brate in der gleichen Pfanne auch die Zwiebelringe an.
Schneide deine Hamburger-Brötchen jeweils in zwei Hälften. Nimm das Fleisch vom Feuer, oder, falls genug Platz ist, lege die Brötchen mit ihrer Innenseite nach unten hinein, damit auch sie etwas braun werden. Dadurch saugen die Brötchen den Saft aus dem Fleisch auf und werden super lecker.
Okay, wir sind bereit für die Montage unseres UFOs beziehungsweise Hamburgers. Ich werde den Aufbau des UFO erklären, aber natürlich kannst du die UFO-Elemente (Füße des UFOs, Ring für die fliegende Untertasse und kleine Lichter) auch überspringen.
Nimm die untere Hälfte des Brötchens und stecke die vier Grissini-Beine hinein, um unserem UFO Stabilität zu geben. Gib etwas Senf und Ketchup auf das Brötchen. Ab hier muss man sehr behutsam vorgehen, denn unser UFO ist sehr empfindlich, da es nicht an unsere Schwerkraft gewöhnt ist. Zuerst legen wir die Avocadoscheibe auf das Brötchen, dann das Fleisch, dann den Käse, die Zwiebelringe, die Salatblätter, die Tomate, die Avocado (wenn du das UFO machen möchtest) und schließlich die obere Brötchen-Hälfte. Um unser UFO fertigzustellen, kannst du das mit Mayonnaise- und Ketchupflecken Lichter auf das Brötchen tupfen und schon ist das UFO fertig!
Wusstest du, dass der Hamburger ursprünglich aus Deutschland kommt? Weißt du, aus welcher Stadt oder Region?
Machst du auch ab und zu Hamburger selbst? Verrätst du uns dein Rezept?